Beitrag von Waldlabor, 19.04.2011, 17:08:48

Kooperation der RheinEnergie und der Uni Bonn

RheinEnergie und Uni Bonn

Zwischen der RheinEnergie und der Rheinischen
Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn besteht eine Kooperation für das
Projekt „Energiewald“. Ziel dieser Zusammenarbeit ist die  Ermittlung der
ökologischen und ökonomischen Eignung der linksrheinischen Gebiete zur
Biomasseproduktion. Die Uni Bonn besitzt durch den „Forschungsbereich
Nachwachsende Rohstoffe“ bereits langjährige Erfahrung in diesem Bereich.
Die Durchführung wissenschaftlicher Auswertungen im Bezug auf die
unterschiedlichen Baumarten des Energiewaldes wird aus diesem Grund von der
Universität übernommen.

Bei den standortspezifischen Untersuchungen geht es im Wesentlichen um die
Ertragsermittlung. Diese erfolgen mit Hilfe der zu bestimmenden Parameter
Wuchshöhe, Wurzelhals- und Brusthöhendurchmesser. Einmal jährlich wird auch
die prozentuale Anwuchs- bzw. Überlebensrate der einzelnen Bäume
aufgenommen.  Auf diese Weise kann die Standorteignung der verschiedenen
Baumarten für den Energiewald ermittelt werden.

Kooperation RheinEnergie und Uni Bonn

Darüber hinaus soll auch eine qualitative Brennstoffbewertung durchgeführt
werden. Dazu wird mittels eines mobilen Feuchtemessgerätes vor der ersten
Beerntung der Feuchtegehalt der verschiedenen Baumarten bestimmt. Der
Feuchtegehalt ist ein entscheidendes Qualitätskriterium bei der Bewertung
von Brennstoffen. Je niedriger der Feuchtegehalt des Brennstoffes ist,
desto höher ist dessen Heizwert. Ein anderer Parameter ist der Aschegehalt,
der den Betriebsaufwand von Feuerungsanlagen bei der Verbrennung
beeinflusst.

Die mineralische Zusammensetzung der Aschen soll ebenfalls bestimmt werden,
da die bei der Verbrennung des Holzes entstehende Asche unterschiedliche
Nährstoffe (Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor) enthält, die dem Boden
durch das Pflanzenwachstum entzogen wurden. Um einen möglichst
geschlossenen Nährstoffkreislauf zu gewährleisten, wird die Zusammensetzung
der Asche analysiert,  um das Rückführungspotenzial der Asche besser
bewerten zu können. Ist dieses gegeben, können die entnommenen Nährstoffe
zu einem großen Teil durch die Asche wieder in den Boden zurückgeführt
werden.

Mit Hilfe der Ergebnisse der Untersuchungen der Uni Bonn kann festgestellt
werden, ob und wie das Holz aus dem Energiewald zur Nutzung als Brennstoff
geeignet ist.