Beitrag von Waldlabor, 08.05.2018, 09:30:00

Landschaftserlebnis im Waldlabor


Studierende gestalten in der Waldlaborwerkstatt die Architektur eines neuen Waldtyps

Schneiden und Flechten, Auslichten und Verdichten, Schälen und Schnitzen – um solche Interventionen geht es in einem Workshop vom 22. bis 25. Mai 2018 im Kölner Waldlabor.

Veranstaltet wird er vom Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur der Rheinisch-Westfälischen Technischen Universität (RWTH) Aachen. Studierende verschiedener Hochschulen nehmen daran teil.

Aus dem sprichwörtlichen Wandeln im Wald wird bei dem Workshop ein Eintauchen in die Zusammenhänge von Kultur und Natur am Beispiel des Wandelwalds im Waldlabor. Sichtbare ästhetische Eingriffe in den Bestand von Kirschen und Birken, Paulownienhainen, Ulmenplantagen und die weiteren Gegebenheiten vor Ort sind auf radikale oder minimalinvasive Art möglich. In der Wechselwirkung von ökologischen, ökonomischen und kulturellen Aspekten kann der Wald als Lebensraum und Wohnzimmer, als abstraktes Areal oder als Skulptur gesehen und bearbeitet werden. Durch Interventionen im Bestand entstehen neue landschaftsarchitektonische Räume und Perspektiven, die die Vielschichtigkeit der Thematik sichtbar machen.

Nach 2016 veranstaltet die RWTH Aachen den Waldlaborworkshop zum zweiten Mal. Neben deren Studierenden nehmen auch angehende Akademikerinnen und Akademiker der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, der Technischen Universität München und der Alanus Hochschule Alfter teil. Die jungen Leute errichten die Waldwerkstatt vor Ort, in der sie unter einfachsten Bedingungen vier Tage leben, arbeiten und diskutieren. Unterstützt wird die Aktion von Toyota und der Stadt Köln.

Bei dem Presserundgang am 25. Mai , um 15:00 Uhr, präsentieren Professor Frank Lohrberg und die Studierenden ihre während des Workshops gefundenen Gestaltungsformen des Wandelwalds. Alle Interessierten haben die Möglichkeit, die Arbeiten im Waldlabor während der vier Tage zu verfolgen.