Beitrag von Waldlabor, 25.02.2014, 12:32:22

Erfolgreiche Ernte im Energiewald

Gestern Abend um 22.00 Uhr hatten wir den Hacker wieder auf dem Tieflader.
Die Ernte war ausgesprochen ergiebig und ist nahezu optimal abgelaufen. Die
Ernte der 5,4 ha großen Kurzumtriebsplantage dauerte rd. 12 Stunden.

Insgesamt haben wir 6 komplette Umläufe mit 210 m³und einen Hänger zu 60
m³abgefahren. Zusätzlich haben wir noch einen Rest von ca. 20 m³ auf der
Fläche gelagert. Dies ergibt ein Erntevolumen von 1.340 m³.

Geerntet wurde in folgender Reihenfolge:

   Abschnitt 1    Pappel Max I
   Abschnitt 2   Pappel Max III
   Abschnitt 3   Weide in der Reihenfolge
                          Sven
                          Tora
                          Tordis
                          Inger
   Abschnitt 4  Pappel in der Reihenfolge
                          H275
                          Androscoggin
                          Muhle larsen
                          Klon  I 214 u. Robinie
                          Klon AF 2 u. Robinie
   Abschnitt 5   Pappel Max IV + ca. 20 m³Rest auf der Fläche

07.04.2014, 13:12:33 Markus Bouwman schrieb:

Hallo, vielen Dank für die Anregung,Herr Dr. Löffler. Wir bringen in den nächsten Tagen an den geernteten Flächen Infoschilder an. Grüße Markus Bouwman, Forstverwaltung Stadt Köln.

05.04.2014, 11:48:38 Dr. Henner Löffler schrieb:

Hallo, ich genieße den Wald sehr, fahre fast täglich mit dem Fahrrad durch. Letztes Jahr war er allerdings schöner. Ich verstehe nicht, dass Sie nicht einen Aushang machen, was mit den leeren Flächen der zwei Pappelarten passieren soll. Sie sollten die Bürger informieren. Gruss, Dr. Henner Löffler

31.03.2014, 09:32:31 Markus Nouwman schrieb:

Hallo, natürlich sieht der Energiewald nach der Ernte etwas trostlos aus. Wenn Sie sich aber die Stöcke der abgeschnittenen Bäume genauer anschauen werden Sie feststellen, dass an allen Stöcken schon neue Triebe aus den Knospen sprießen. Besonders deutlich ist das bei den Weiden zu erkennen. Es wird also ganz bestimmt schnell wieder grün. Für Tiere gibt es nach der Ernte genügende Ausweichmöglichkeiten in den Flächen des Wildnis-, Klima- und Wandelwaldes. Wir haben die Ernte im Winter durchgeführt, um die Tierwelt möglichst wenig zu stören. Die nächste Führung durch das Waldlabor biete ich am Dienstag, 20.05.2014, 17:00 Uhr, an. Dabei werden wir beurteilen können, wie sich der Energiewald nach der Ernte entwickelt. Grüße Markus Bouwman, Forstverwaltung Stadt Köln.

31.03.2014, 07:41:50 E. Reichert schrieb:

Hallo, ich war gestern dort und empfand den Anblick der Baumstümpfe auch als sehr trostlos. Natürlich ist mir klar, dass in einem Energiewald schnell wachsende Bäume regelmäßig geerntet und das Holz verwertet werden muss. Allerdings denke ich auch, dass viele tausend Kleinsttiere und Organismen der Ernte zum Opfer fallen. Ich habe auch Zweifel, dass alle Bäume so wieder nachwachsen, schließlich war es die erste Ernte und daher gibt es noch nicht viele Erfahrungen in dieser Region dazu. Wäre es denkbar, auch wenn es nicht so effizient ist, dass immer nur ein Teil in unregelmäßigen Abständen geerntet wird? So haben die "Bewohner" der Bäume Ausweichmöglichkeiten, es sieht nicht mehr so trist aus und das Nachwachsen könnte beobachten werden. LG E.Reichert

31.03.2014, 07:41:33 E. Reichert schrieb:

Hallo, ich war gestern dort und empfand den Anblick der Baumstümpfe auch als sehr trostlos. Natürlich ist mir klar, dass in einem Energiewald schnell wachsende Bäume regelmäßig geerntet und das Holz verwertet werden muss. Allerdings denke ich auch, dass viele tausend Kleinsttiere und Organismen der Ernte zum Opfer fallen. Ich habe auch Zweifel, dass alle Bäume so wieder nachwachsen, schließlich war es die erste Ernte und daher gibt es noch nicht viele Erfahrungen in dieser Region dazu. Wäre es denkbar, auch wenn es nicht so effizient ist, dass immer nur ein Teil in unregelmäßigen Abständen geerntet wird? So haben die "Bewohner" der Bäume Ausweichmöglichkeiten, es sieht nicht mehr so trist aus und das Nachwachsen könnte beobachten werden. LG E.Reichert

29.03.2014, 17:46:53 Thomas Menten schrieb:

Hallo liebe Waldlabormitarbeiter, wir waren heute spazieren und ziemlich erschrocken, als wir im Waldlabor die vielen Baumstümpfe gesehen haben. Der erste Gedanke war, haben die doch die teuren Bäume einfach abgeschnitten. War es vielleicht ein Schädling. Den ganzen Spazierweg hat uns das beschäftigt. Das die Bäume geerntet werden und wieder nachwachsen hätten wir nicht gedacht. Haben wir aber erst hier im Internet nachlesen können. Das aus dem Stamm neues Leben wächst wird sicherlich nicht bei jedem Baum so gehen. Vielleicht geht es anderen genauso. Da wir keine Info vor Ort gefunden haben wäre unser Vorschlag eine entsprechende Information für die Spaziergängen anzubringen. Dann noch viel Spaß mit dem Waldlabor. LG Elke Heimbach und Thomas Menten