Beitrag von Waldlabor, 22.06.2011, 14:36:46

Seltener Gast aus der Schweiz im Waldlabor

Die Flaumeiche (Quercus pubescens) wächst auf trockenen und warmen Standorten. In Deutschland kommt sie nur sehr selten vor, zum Beispiel am Kaiserstuhl in Südbaden. Es war daher schwierig, an Pflanzen für das Waldlabor zu gelangen. Hilfe kam aus der Schweiz. Die Baumschule Lobsigen des Staatsforstbetriebs im Kanton Bern (http://www.vol.be.ch/site/home/kawa/sfb/sfb-forstbaumschulen/sfb-baumschulen-standorte/sfb-lobsigen.htm) konnte die benötigte Menge liefern.

Die Samen für die Eichen stammen von Bäumen aus der Gegend von La Neuveville (Neuenstadt) im Kanton Bern, in der Nähe des Bielersees an der Südseite des Schweizer Jura. Der Mutterbestand wächst dort in einer Höhe von 600 bis 700 Metern auf Kalkgestein in kargem, steilem Gelände.

Nach der Anzucht in der Forstbaumschule Lobsigen hat die Toyota Deutschland GmbH die zweijährigen 50 bis 80 Zentimeter großen Flaumeichen im Frühjahr 2010 im Waldlabor pflanzen lassen. Sie wachsen nun 600 Kilometer von Ihrer Heimat entfernt in einer Höhe von 60 Metern über dem Meeresspiegel in ebenem Gelände auf nährstoffreichem Lößboden.

Weitere Infos zur Flaumeiche gibts unter Wikipedia.org:

http://de.wikipedia.org/wiki/Flaumeiche